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Schering Wave-Put aufgelegt


24.03.2005
X-markets by Deutsche Bank

Wie das X-markets-Team der Deutschen Bank berichtet, hat die Deutsche Bank einen neuen Wave-Put (ISIN DE000DB21732 / WKN DB2173) auf die Aktie von Schering (ISIN DE0007172009 / WKN 717200) emittiert.

Lange Zeit sei die Schering-Aktie ausgemachter Anleger- und Analystenliebling gewesen. Entsprechend sei das Papier seit Frühjahr 2004 in einem steilen Aufwärtstrendkanal fixiert gewesen. Am vergangenen Wochenende habe das Unternehmen die Anleger jedoch mit der Nachricht schockiert, dass es bei dem gemeinsam mit Novartis in der Entwicklung befindlichen, potenziellen Blockbusterkrebsmedikament PTK/ZK zu erheblichen Verzögerungen kommen werde.


Ursprünglich sei Schering davon ausgegangen, bereits Ende 2005 die Zulassungsanträge einreichen zu können. Den jüngsten Mitteilungen zufolge dürfte nun eine Verzögerung bis 2007 zu befürchten sein. Da viele Anleger und Analysten mittelfristig bereits erhebliche Ergebnisbeiträge durch das viel versprechende Krebsmedikament eingepreist hätten, sei die Enttäuschung entsprechend groß gewesen. Nun müssten möglicherweise die Gewinnerwartungen der kommenden drei Jahre nach unten revidiert werden.

Vor diesem Hintergrund sei die Aktie am Montag um knapp 15% eingebrochen, was bei einem DAX-Wert außerordentlich selten sei. Dabei habe das Papier die seit Mitte 2004 bestehende Aufwärtstrendunterstützung durchbrochen. Da dieses Trendbruchszenario vehement und unter hohem Umsatzvolumen erfolgt sei, könne es als signifikant betrachtet werden. Zwar sei es noch keine ausgemachte Sache, dass die Aktie nun weiter korrigieren werde, in derartigen Fällen, bei denen die positive Investment Story anhand negativer News hinterfragt werden könne, sprängen jedoch oftmals Hedgefonds mit massiven Leerverkäufen auf den fahrenden Zug auf, um den Wert weiter nach unten zu treiben. Ähnliches habe man jüngst bspw. auch bei eBay beobachten können.

Sollte das Papier vor diesem Hintergrund den 200-Tagesdurchschnitt - von vielen Institutionellen als Scheidemarke zwischen Bullen- und Bärenmarkt sehr beachtet - nachhaltig durchbrechen, was im Falle der nachhaltigen Unterschreitung des Montagstiefs bei 49,59 zu Grunde gelegt werden könne, könnte erheblicher Anschlussverkaufsdruck entstehen.

Allerdings stelle sich bei Schering auch die Frage, inwiefern der jüngste Kursrutsch etwas übertrieben gewesen sei. Dies vor allem angesichts der Tatsache, dass der Revisionsbedarf bei den Gewinnerwartungen für die nächsten drei Jahre jeweils doch bei eher unter 5% anzusiedeln sein dürfte.




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